cie.nomoreless / Ensemble

cie.nomoreless - das Ensemble

cie.nomoreless ist aus der Tanzproduktion Spuren in Zusammenarbeit mit dem Intakt e.V. und dem Sommerblut Kulturfestival e.V. im Rahmen des Sommerblut Festivals 2016 entstanden. Das Ensemble besteht aus semiprofessionellen Tänzer*innen mit und ohne Behinderung unterschiedlichen Alters.
Jede*r Tänzer*in des Ensembles bringt unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Fähigkeiten und Qualitäten in die Arbeit ein. Besonders spannend an der Arbeit mit diesem mixed-abled und mixed-aged-Ensemble ist, gemeinsam mit den Tänzer*innen diese speziellen unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten zu erforschen.
So wird gerade aufgrund der diversen körperlichen Voraussetzungen und Qualitäten ein besonderer Reichtum im zeitgenössischen Tanzkontext ermöglicht. Sehgewohnheiten werden gebrochen und - sowohl für die Tänzer*innen also auch für die Zuschauer*innen - neue Erfahrungsräume eröffnet.
cie.nomoreless ist es wichtig, verschiedene Zielgruppen anzusprechen sowie ihre Arbeitswiese einem breitem Publikum zu präsentieren, dafür führen sie u.a. Tanzworkshops für verschiedene Personengruppen durch, wie z.B. in der Vergangenheit bereits mit Senioren, Jugendliche, gehörlose Menschen und Studierende. Daneben ist seit 2017 die Audiodeskription ihrer Performances für Menschen mit Sehbehinderung fester Bestandteil.

Gitta Roser

Künstlerische Leitung, Choreografie

Arbeitet seit Ende der 90-er Jahre national und international als freischaffende Choreografin, Tänzerin/Performerin und Tanzvermittlerin. Sie studierte an der DSHS in Köln Sportwissenschaften. Hier spezialisierte sie sich auf Tanz (Elementarer Tanz und Spiel-Musik-Tanz/Bewegungstheater).
In ihrer Arbeit interessiert sie sich für die Einzigartigkeit des Menschen und seines Körpers in seinem jeweiligen kulturellen Kontext. Der Umgang mit speziellen und individuellen Fähigkeiten sowie die unterschiedlichen Bewegungsqualitäten einer jeden Person findet sie in der künstlerischen Umsetzung besonders reizvoll und erweiternd im zeitgenössischen Tanzkontext. So ist die mixed-abled Arbeit mit der DIN A 13 tanzcompany ein großer Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Diese führte sie bereits in unterschiedliche Länder (u.a. Ghana, Brasilien, Kenia, Senegal, Venezuela), in denen die DIN A 13 tanzcompany künstlerische Projekte erarbeitete und neue mixed-abled Ensembles initiierte.
Seit 2008 wirkt sie als Performerin bei dem Kinder- und Jugendtheater theater monteure mit und ist des Weiteren derzeit als Tänzerin bei Silke Z. resistdance zu sehen. Sie ist seit 2014 Mitglied von Barnes Crossing — Freiraum für TanzPerformanceKunst.
Als Choreografin inszeniert sie eigene Stücke vornehmlich im mixed-abled Bereich. 2016 realisierte sie als Choreografin und künstlerische Leiterin das Stück Spuren, welches innerhalb des Sommerblut Festivals gezeigt wurde. Aus dieser Arbeit entstand 2017 unter der künstlerischen Leitung von Gitta Roser die neue Compagnie nomoreless, ein Laien- und semiprofessionelles Ensemble, das sich aus Tänzer*innen mit und ohne körperliche Besonderheiten unterschiedlichen Alters zusammensetzt.

Claudia Jakobs-Neumeier

Choreografie

Geboren 1967, arbeitet als freischaffende Choreografin, Tänzerin, Dramaturgin und Bühnenpräsenztrainerin.
Sie studierte das Fach Elementarer Tanz bei Graziela Padilla an der DSHS in Köln und leitete im Anschluss daran ebenda die Choreographische Werkstatt Maja Lex. Danach arbeitete sie mit verschiedenen Choreographen, u.a. Suna Göncü, Henrietta Horn, Eduard Pitkowski, Lalitya Anderson und war jahrelanges Ensemble-Mitglied des Tanzensemble Maja Lex unter der Leitung von Koni Hanft mit Gastspielen im In-und Ausland.
Im Auftrag der katholischen Kirche choreographierte sie das Tanzstück Suora Mystic über das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen. 2017 choreographierte und tanzte sie ein Solo in der ersten Pfingstnacht für die Kirche St. Marien in Bonn. Seit 2016 arbeitet sie mit Gitta Roser für die cie.nomoreless als Choreografin und Bühnenpräsenztrainerin.
"Das Wahrhafte und Essentielle aus einer jeden Choreographie zusammen mit den Tänzer*innen herauszuarbeiten bereitet mir große Freude."

Alfred Quarshie

Tanz

Mein Name ist Alfred, 39 Jahre alt. Ich komme aus Accra, Ghana. Ich liebe Musik und Tanz. Ich habe ab 2009 mit einer professionellen Tanzperformance begonnen. Mein erster Tanzauftritt war in Accra. Später trat ich einzeln in Deutschland, Zypern, den Niederlanden und Spanien auf. Der Tanz erlaubt es mir, meine Emotionen auszudrücken und meinen Körper zu benutzen, um Geschichten darüber zu erzählen, wie ich mich in verschiedenen Situationen fühle. Das Lächeln, das ich sehe, wenn Leute mir beim Tanzen zusehen, ist der Grund, warum ich tanze. Ein Mensch mit einer Behinderung zu sein und zu tanzen ist eine Herausforderung und spannend.

Produktionen: like paper (2019)

Christina Zajber

Tanz

Christina Zajber wandte sich durch die Begegnung mit der „DIN A 13 tanzcompany“ dem künstlerisch kreativen Bereich zu.
Es folgten weitere mixed-abled Projekte u.a. mit „Projek Zukumpf“, der „Tanzmoto Dance Company“ und Niko von Glasow. Sie interessiert die Umsetzung künstlerischer Prozesse in ihrer Diversität und die Erforschung anderer Ausdrucksformen und Möglichkeiten. An „nomoreless“ schätzt sie besonders die Offen- und Unvoreingenommheit. Tanz ist Christina Zajbers große Liebe.

Produktionen: role on (2018), like paper (2019)

Clara Osório Vilarinho

Tanz

Geboren 19. Oktober 1948 in Lissabon, Portugal. Kindheit und Jugend in Luanda/Angola, Lissabon/Portugal, Norfolk/Virginia/USA und London/UK . Seit 1968 in Deutschland.
"Getanzt habe ich schon immer — zu Hause, für mich alleine. Beim Tanzen bin ich frei, glücklich; kann oft Schmerzen, Traurigkeit, Sorgen und körperliche Beeinträchtigungen vergessen. Ich spüre wie Musik durch mein Körper fliesst, den Boden unter den Füßen, Wärme, Vertrauen, Einklang mit mir Selber, kann mich fallen/tragen lassen.« Bisherige Erfahrungen: 2015 ÜberLebensMut / 2016 Spuren / 2017 role on und seit 2017 Theater Demenzionen.

Produktionen: Spuren (2016), role on (2018), like paper (2019)

Francisco Lara-González

Tanz

Geboren 1966 in Sevilla, Spanien. Ich arbeite als Spanisch- und Französischlehrer in einer internationalen Schule (Grundschule und weiterführende Schule) in Köln und bin Schulbuchautor für Spanisch.
Ich habe immer schon Spaß an Tanz und Bewegung gehabt und ich würde sagen, dass ich ein Kind der „Disco Music“-Generation bin.
Um meine tänzerische und musikalische Seite weiterzuentwickeln, mache ich seit 10 Jahre Capoeira, ein brasilianischer Kampftanz, und seit einem Jahr lerne ich auch Flamenco singen und tanzen.
Seit Dezember 2018 bin ich ein neues Mitglied des Tanzensembles cie.nomoreless. Das bedeutet für mich noch mehr Freude am Tanzen und ich kann meine Faszination und Begeisterung am modernen Tanz umsetzen.

Produktionen: Like Paper (2019)

Hartmut Misgeld

Tanz

"Geboren wurde ich am 21.5.1941 in Köln, Abitur 1960 in Leverkusen, Examen als Diplom-Volkswirt 1975 an der Uni Köln. Ich habe zwei erwachsene Söhne.
Der Tanz tauchte in meinem Leben 1990 auf und wurde wichtig für mich. Über Workshops und Kurse zu Afrikanischem und Afro-brasilianischem Tanz sowie Argentinischem Tango gelangte ich 2011 zum Tanztheater. Das Ensemble in Bonn heißt heute GO.OLD Senior Company Gudrun Wegener. Mehrmals wurden wir zu Festivals eingeladen, solche Anerkennung tut gut. Ich liebe es, mich mit Tanz auszudrückenund mich mitzuteilen, die Gefühle von Menschen zu berühren."

Produktionen: role on (2018), like paper (2019)

Henning Schulte

Tanz

(*1979 in Bonn)

2003-07 Ausbildung als darstellender Künstler in Köln und Berlin
2008-17 Gastdarsteller und Freizeithelfer im inklusiven Theater Rambazamba Ensemble, Berlin
Seit 2018 Freizeitbegleiter bei der Lebenshilfe Bonn

Produktionen: like paper (2019)

Jonas Kemper

Tanz

Test

"Tanz ist für mich mit meinem Körper zu kommunizieren, was unter der Oberfläche ist. Durch die Liebe zur Musik habe ich zum Tanz gefunden. Wichtig für mich waren meine Geburt in Äthiopien, mein Aufwachsen in Deutschland sowie die Suche nach meinen Wurzeln. Das Entdecken von Tanz und Theater danach, war das Beste, was mir passieren konnte."

Produktionen: Spuren (2016), role on (2018)

Mechthild Kreuser

Tanz

Geboren 1989, mit Cerbral Parase. Rollstuhlfahrerin seit 1998. Tanzen ist für mich ein guter Ausgleich zu meinem alltäglichen Leben und selbst wenn die Proben spät am Abend oder am Wochenende sind, geht es mir nach der Probe immer wieder gut. Ich finde es toll mich künstlerisch Auszudrücken und neue Möglichkeiten mit meinem Körper zu entdecken.”

Produktionen: Spuren (2016), role on (2018), like paper (2019)

Stephanie Terbruggen

Tanz

1965 am Niederrhein geboren. Sportwissenschaftlerin, Feministin, Familienmanagerin mit Huhn,
selbstständig tätig.
"Tanzen ist für mich Energiequelle, Freiheit und ganz im Leben sein. Die vielfältigen Möglichkeiten im Tanz begleiten mich seit Kindheit und finden immer wieder neue spannende Wege."

Produktionen: Spuren (2016), role on (2018), like paper (2019)

Tuula Simon

Tanz

*1985
Tanz ist für mich innen und außen, der Übergang und das Dazwischen. Die Erkenntnis, dass Tanz nicht Leistung sein muss, sondern Kunst sein darf, hat mich freier gemacht. Wenn ich nicht tanze, mache ich Radio, Yoga oder Musik. Ich suche nach Begeisterung und träume von einer Welt ohne Speziesismus und genderbinäres Denken. Kraft und Inspiration finde ich bei Wind und Wellen und in der Stille.

Produktionen: Spuren (2016), role on (2018), like paper (2019)

Caroline Skibinski

Produktionsleitung

Kulturproduzentin für Tanz/Performance/Theater-Ensembles & Künstler*innen; Masterstudium der Kulturpädagogik &-management; Dipl.-Tanzpädagogin; Produktionsleitung/Pressearbeit u.a. für cie.nomoreless, Benedetta Reuter, MIRA, KASA Kollektiv, El Cuco Projekt

Caroline Asal-Radler

Choreographische Assistenz

(*1992) beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit verschiedenen Formen des Tanzes und des körperlichen Ausdrucks. Improvisation bedeutet für sie Lebendigkeit, Authentizität, Irritation, an Denkstrukturen zu rütteln und neue Perspektiven zu schaffen.
Neben ihrem Studium der Kulturpädagogik hat sie in mehreren Tanzproduktionen auf organisatorischer und künstlerischer Ebene mitgewirkt. Seit 2017 arbeitet sie mit einer Installations- und Aktionskünstlerin an Performances im öffentlichen Raum.

Tatjana Urban

Produktionsassitenz

Bachelorstudium der Medienwissenschaften im Verbund mit Medienmanagement an der Universität zu Köln; ausgebildete Kauffrau für audiovisuelle Medien; Bisherige Erfahrungen als Produktionsassistenz für u.a. Mediengruppe RTL, Redaktionsassitenz für Endemol Shine, Lizenzmarketing für SUPER RTL

Raphael Spiegel

Administration

Festivalmanagement, Projektleitung im künstl. inklusiven Kontext u.a. für Sommerblut Festival, Inklusion und Kultur e.V., intakt e.V.; Gründer der tanzfaktur Köln.
Büro für Administration und Vermittlung – Kulturwirbel GbR